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Im Krankenhaus

Hallo liebe Kinder,


heute bin ich mal an einem ganz anderen Ort, nämlich im Krankenhaus. Doro musste da rein, weil ihr Knie kaputt ist, aber das wissen die meisten von euch ja. Und weil sie ein bisschen Angst hatte, hat sie mich gefragt ob ich mitkommen kann. "Na klar", habe ich gesagt, mir meinen Kuschelkönig geschnappt und bin zu Doro gedüst, zum ersten Mal auf dem Fahrrad, weil ihr Sohn uns abgeholt hat - hui ist der gesaust. Ich habe dann auch noch eine Überraschung bekommen: einen Schlafanzug und Sportzeug.


Mittwoch sind wir dann mit dem Auto zum Krankenhaus gebracht worden, mit einer großen Tasche und Gehhilfen, ich dachte immer das heißt Krücken, aber das soll man nicht sagen.

Als wir angekommen sind mussten wir erst mal ganz lange sitzen und warten, bis wir endlich in unser Zimmer durften. Hier stehen drei Betten, daran sind ganz viele Sachen angebaut. Es gibt so ein komisches Ding an einer Schnur, daran kann man sich festhalten und hochziehen. Ich komme da mit meinen kurzen Armen aber nicht ran.

Dann ist da noch ein Gerät mit Knöpfen für das Licht und einem großen roten Knopf. Wenn man darauf drückt kommt eine Schwester oder ein Pfleger, die einem bei allen möglichen Sachen helfen. Am Bett ist auch noch eine Halterung für die Gehhilfen angebaut. Und ein Fernseher und ein Telefon sind auch noch befestigt.


Dann ging es los: Doro hat eine Tablette bekommen und ist davon eingeschlafen und dann wurde sie in ihrem Bett weggefahren und operiert. Da durfte ich aber nicht mit. Als sie wiedergebracht wurde hatte sie einen ganz dicken Verband am Bein, so einen habe ich auch bekommen - ohne Operation - nur damit sie sich nicht so alleine fühlt. Wir sind ja schließlich echte Kumpel. Sie war dann noch ganz schön müde und wir haben uns ins Bett gekuschelt und geschlafen.

Am nächsten Tag ging es ihr schon viel besser, da kam der Doktor der sie operiert hat und noch sechs andere Ärzte und Schwestern zu Besuch, das nennt man Visite. Alle waren sehr zufrieden mit Doros und meinem Knie. Das konnten sie sehen und fühlen obwohl die Verbände noch drum waren.

Dann gab es endlich Frühstück und als wir gerade fertig waren kam eine Frau, ihr Beruf ist Physiotherapeutin. Sie übt mit mit Doro laufen und macht noch andere Übungen mit dem Bein. Auch mit mir macht sie Übungen, weil sie meint meine Knie wären etwas wackelig und wenn die nicht mehr so wackelig sind, kann ich auch endlich richtig auf einen Stuhl hüpfen ohne reinzubeißen. Da bin ich ja mal gespannt, ob ich das schaffe, aber bestimmt. Die Frau kommt jetzt jeden Tag und wir müssen auch ganz viel üben wenn sie nicht da ist.


Sonst passiert hier auch nicht so viel: wir lesen, malen, erzählen uns Quatschgeschichten und spielen lustige Sachen - mein Lieblingsspiel: "Ich sehe was, was du nicht siehst", geht leider nicht weil hier fast alles weiß ist.


Morgen kommen unser Verbände ab und wir bekommen nur noch große Pflaster und dann klappt bestimmt alles schon viel

besser. Leider dürfen wir dann auch nur auf den Flur oder im Zimmer sein, wegen Corona. Und immer wenn jemand ins Zimmer kommt müssen wir die Masken aufsetzen. Besuch darf leider auch nicht kommen.


Auf jeden Fall haben wir beide gemerkt, dass man wenn man ins Krankenhaus kommt zwar bestimmt aufgeregt ist, aber keine Angst haben muss, denn hier wird den Menschen ja geholfen, damit es ihnen besser geht. Wenn man so eine Lieblingssache dabei hat, wie meinen Kuschelkönig, geht es einem noch viel besser.

In zwei oder drei Wochen fahren wir noch einmal weg, das ist so ähnlich wie ein Krankenhaus. Da kümmern sich noch einmal ganz viele Leute um unsere Knie. Ich werde euch dann noch einmal schreiben. Bis dahin macht es gut und habt eine schöne Zeit.


Liebe Grüße auch von Doro

euer Pelle










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